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Posts Tagged ‘Wollläden’

Es ist schon etwas her, aber im Frühjahr war ich bei einer Konferenz in Hamburg und in der Pause bin ich ein wenig durch die Gegend gestreift und an diesem tollen Wolladen mit angegliedertem Strickcafe in der Weidenallee 12 vorbeigekommen. Das Strickcafe hatte leider schon zu, aber der auch der Laden ist wirklich einen Besuch wert. Das Sortiment besteht vor allem aus Garnen jenseits des Mainstream, kleinere internationale Hersteller, hochwertige Garne und bis auf die Sockengarne alles ohne Kunstfaser. Zu den Lieferanten gehören u.a. Artesano, Filatura di Cosa, Isager, ITO, Malabrigo, Jamieson.

Die Verkäuferin war ausgesprochen nett und hat, während ich in den tollsten Farben und Garnen geschwelgt hagrignasco knitsbe, sehr kompetent und zugewandt zwei Anfängerinnen für ihren Wollkauf beraten.

Ich habe drei Knäule von Knit Picks Vintage gekauf – in so schön cremig pastellig – gebrochenen Farben – das gelb hat mich an den alten 50er Jahre-Küchenschrank von meinem ehemaligen Nachbarn erinnert.

Im mylys finden auch Strick- und Häkelkurse statt, außerdem ein offener Stricktreff, die Knit Night im Winter und Herbst jeden 1. und 3. Freitag im Monat.

Das Café hat Dienstag-Freitag 9-18.00 Uhr, Samstag 10-18:00 und Sonntag 13-17:00 Uhr geöffnet.

Der Laden hat Dienstag-Freitag 10-19:00 Uhr und Samstag 10-17:00 Uhr geöffnet.

Und wer es in nächster Zeit nicht nach Hamburg schafft, der kann unter http://www.mylys.de zumindest Wolle und Zubehör kaufen

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Rohwolle in Freilandhaltung auf Sizilien

Zu meiner Reisevorbereitung für eine Sizilienrundreise gehörte auch ein obligatorischer Blick auf knitmap. Leider war da nicht besonders viel zu holen. Obwohl es eine große Anzahl an italienischen Wollherstellern gibt, schien laut meiner Netzrecherche in Sizilien die Woll- und Strickszene nicht gerade zu den Highlights dieser Insel zu gehören. Ist bei dem Klima nachvollziehbar.  Auch der Gedanke meine mitgebrachte lace-Wolle bei den im September immer noch herrschenden fast 40 Grad mit schwitzigen Fingern zu verstricken, fand ich wenig attraktiv. Die beiden Knäule habe ich unangebrochen wieder mit nach Hause gebracht. Dazu hat sich allerdings fast ein Kilo neue Wolle gesellt – denn zufällig bin ich bei meinen Streifzüge durch einige der Städte Siziliens doch auf den einen oder anderen Wollladen gestoßen. Angeboten wurden meistens italienische Hersteller und durchweg ziemlich günstig.

Kermit meets Miss Piggy (blushed)

Der erste Wollladen, den ich nach einer Woche auf Sizilien in Palermo erblickte, verkauft vor allem Stoffe und Kurzwaren, hat aber auch ein kleines Sortiment an Wolle (Via Sammartino Nr. 4). Da die Temperaturen just an diesem Tag von fast 40 Grad auf angenehme 30 Grad gefallen waren, konnte ich überhaupt den Gedanken von Garn in den Händen ertragen. Zudem kam ich frisch vom Zahnarzt, dem ich mit Englisch, einem Reise-Sprachführer und Brocken von Italienisch klar gemacht hatte, dass ich meine rausgefallene Kunststoff-Füllung lieber nur provisorisch statt mit Amalgan gefüllt haben wollte. So habe ich mich für diesen Erfolg und das Abenteuer des Zahnarztbesuchs insgesamt mit einigen Knäulen feinster Merinowolle belohnt. Hätte ich gewusst, dass ich zwei Tage später auf eine ganze Wollladengasse stoßen würde, hätte ich mich vielleicht etwas zurückgehalten, aber bereut habe ich diese Kauf nicht.

In der Altstadt von Palermo gibt es zum Teil noch eine altmodische Händlerstruktur, bei der sich Geschäfte mit einem bestimmten Angebot auf einer Stelle konzentrieren: In einem Straßenabschnitt sind nur Läden die die typischen sizilanischen Kappen anbieten, hinter der nächsten Ecke sind lauter Papierwarenläden und dann eben ein paar Meter weiter ein Wollladen nach dem nächsten. Da ich schon im ersten Laden nicht widerstehen konnte und mein Reisegepäck mit weiterer Wolle erweitert habe, bin ich in die anderen Läden gar nicht mehr hiniengegangen. Sie schienen mir aber alle von recht ähnlicher Struktur zu sein, wie der in dem ich dann zum zweiten Mal fündig geworden bin (Piazza Sant‘ Anna 6): Vollgestopft mit eine Masse an günstiger Wolle ausschließlich italienischer Hersteller. Die Wolle war nicht besonders schön präsentiert – der Laden wirkte eher wie ein Warenlager. Von Stricken als stylische Modeerscheinung hatte man dort sicher noch nie was gehört und es auch nicht für nötig befunden die Ware irgendwie verkaufsfördernd auf den Auslageflächen zu drapieren. Stattdessen war je ein Knäuel jeder Wolle und jeder Farbe offen, meist in Pappkartons zugänglich. Der Rest der Wolle war noch in den Plastiktüten vom Transport nach Herstellern und Garnsorten sortiert aber nicht sehr Appetit anregend in die Regale gestopft. Die Auswahl war ziemlich groß und die Preise so, dass ich am nächsten Tag fast noch einmal wieder gekommen bin.

Bikinis, Schlafanzüge und Wollknäule – bewacht von Snoopy

Auf den nächsten Laden bin ich gestoßen, als wir in Cèfalu auf dem Rückweg zum Parkhaus waren (Piazza Bellipanni 21). Dort in einer kleinen Ladenstraße in einer Art Wohnblock habe ich mit versiertem Blick einen Laden erspäht, der neben Badenmoden und Nachthemden auch ein ganzes Wandregal mit Wolle anbot. Bewacht wurde der Laden von Snoopy einem knurrenden Schoßhund. Seine reizende Besitzerin hat nicht nur den zähnefletschenden Snoopy auf seinen Hocker hinter die Ladentheke verbannt, sondern  mir mit Händen und Füßen geduldig alle Knäuel angereicht und Maschenproben gezeigt.

Mondial Farfalla

Im Sortiment waren vor allem Effektgarne und sehr dicke Wollen. Ich hatte ein schlechtes Gewissen nach dem aufopferungsvollen Einsatz der Verkäuferin einfach so wieder aus dem Laden zu gehen. Aber erstens war ich mich beim Gedanken an den Rückflug besorgt, dass die viele Wolle meinen Koffer sprengen würde und außerdem hatte ich nur noch 2 Euro in der Tasche. Für diese habe ich dann aus der Sonderangebotskiste noch ein Effektgarn ergattert. Mit Händen, Stricknadeln und englisch-italienischem Sprachmischmasch hat mir Snoopys Frauchen  gezeigt, wie man die Wolle verstrickt, wobei ich durch die ganzen Rüschvolants hindurch im Kopf auch noch ihre englische Strickweise (Faden rechts) in meine kontinentale (Faden links) übersetzen musste. Mal sehen, was aus dem Knäuel wird…

Wollbarone

Das letzte Geschäft habe ich dann in Catania auf der Via Umberto I Nr. 177 entdeckt. Dieser glich am ehesten meiner Vorstellung von einem richtigen Strickladen. Der Großteil der Knäule waren gut sichtbar und ordentlich in Wandregale mit Glasschiebetüren oder in Schubladen (der oberste Schubladeninhalt wiederum durch die gläserne Deckplatte sichtbar) sortiert. Außerdem verkaufte der Laden auch Strickzubehör und Strickmagazine. Die Preise waren etwas höher, aber immer noch verführerisch niedrig. Da ich allerdings noch 1) den ganzen Tag durch die Stadt laufen wollte, 2) sich meine Reisekasse in den vergangenen drei Wochen schon beträchtlich erleichtert hatte und  dagegen 3) sich zu meiner Wolle als Mitbringsel für mich selbst auch noch eine Tüte Kekse, eine Tüte Nudeln, ein Pesto und eine blankgeputzer Riesenkiesel vom Strand gesellt hatte (und ich 4) sowieso mehr Wolle bei mir zu Hause bunkere, als ich in den nächsten 5 Jahren verstricken kann – aber der Grund zählt eigentlich nicht), habe ich dann vernünftiger Weise aber schweren Herzens von weitere Wollkäufen abgesehen.

Trotzdem bin ich beim Auspacken meines Koffers auf ein wollmäßig beträchtliches Resultat meiner Sizilienreise gestoßen:

lauter Wolle

Wollausbeute meiner Sizilienreise

Und da in meiner Abwesenheit in Berlin der Herbst ausgebrochen ist, kann ich auch gleich damit anfangen, meinen Import zu verarbeiten.

Noch eine Nebenbeobachtung: Interessanterweise waren erstaunlich viele der Wollverkäufer Männer.  Ich vermute, dass das eher daran liegt, dass auf Sizilien Männer die Läden führen und nicht, dass dort mehr Männer als in Deutschland dem Stricken verfallen sind und ihre passione zur professione gemacht haben. Aber wer weiß, vielleicht gibt es eine heimliche Untergrundszene von alten Herren, die in den Parks und auf den Marktplätzen nicht Karten spielen oder die Welt diskutieren, sondern an noch kühleren Tagen, als ich sie erlebt habe, ihr Strickzeug hervorzaubern und einvernehmlich plaudernd Masche für Masche bilden, bis es Zeit ist, nach Hause zu gehen, weil das Abendessen auf dem Tisch steht.

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needles & pins in Kreuzberg

Und scStrickladne nahe Bergmannstraßehon wieder Zuwachs für die Strickszene im Bergmannkiez nach der Wolllust hat letztes Wochenende in der Solmsstraße ein neues Wollgeschäft geöffnet: Needles & pins. In einem großzügigen Souterrain werden neben Strick- und Häkelzubehör Garne der Marken: Lana Grossa, Schulana, Lang Yarns und Midara angeboten. Außerdem vertreibt needles & pins Jerseygarne von hoooked*.

Im Gegensatz zur Wolllust, die schwerpunktmäßig feine Garne, v.a. für Lacestrickerei anbietet, fiWollgeschäft in der Solmsstraßendet man bei needles & pins auch viele dicke Garne, die mit großen Nadeln schnell zum Erfolg führen. Mit ihrem Sortiment sei sie „demokratisch“ aufgestellt, so die Besitzerin.

Auch hier gibt es ein offenes Stricktreffen (jeden Dienstag 19-21:00 Uhr) und ab November eine Vielzahl von unterschiedlichen Strickkursen und Workshops (z.T. auch für Jugendliche ab 12 Jahre) vom Strickenlernen über Sockenstricken bis zum Filzen. Das Kursprogramm liegt im Laden aus.

Wer selbst vorbeischauen will:

needles & pinsStrickladen nahe Bergmannstraße
Solmsstraße 31
10991 Berlin

Tel: 030 – 69 81 94 81
www.needlesandpins.de

Öffnungszeiten: Mo – Fr 11-19h, Sa 11-16h

* Ich kannte dieses Garn bisher nicht. Für die Garne von hooked werden überproduzierte Stoffe aus der Modeindustrie in endloslange schmale Streifen geschnitten und als Garn zum Stricken oder Häkeln angeboten. Daher variieren Farben und Muster der Garne auch von Saison zu Saison und je nach Verfügbarkeit. Verarbeiten kann man die Garne mit einer 12er Strick- oder Häkelnadel. Mustervorschläge (z.T. kostenlos auf der hoooked-Webseite) gibt es vor allem für verschiedene (Hand)Taschen oder Wohnaccessoires. Ideal für Leute mit Wollallergie, für Ungeduldige oder zur Herstellung von Last-minute-Geschenken.

Das musste ich natürlich gleich ausprobieren und habe mir eine Kone weiß mit schwarzen Punkten gekauft, mal sehen, was ich daraus stricke (oder häkle?).

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Anfang des Jahres hat im Bergmannkiez in der Mittenwalder Str. 47  ein Wolladen aufgemacht. Was zunächst als online-shop begann, hat sich jetzt in einem Ladengeschäft materialisiert. Heute bin ich endlich dazu gekommen vorbeizugehen.

Begrüßt wurde ich von drei freundlichen Frauen, die strickend um einen Tisch mitten im Laden saßen, der ansonsten rundherum mit Regalen bestückt ist. Insgesamt also ein großzügiger und luftiger Raum.

Im Sortiment werden Garne der Marken Filace, Schoppel, Fiatura Di Crosa, Zitron und Bremont geführt. Das Angebot richtet sich vor allem an Lacestricker/innen. Der Schwerpunkt liegt auf hochwertigen Garnen für dünnere Nadelstärken, die sich ideal für das Stricken von Spitzenschals und Stolen eignen. Die Auswahl an dickeren Garnen ist sehr begrenzt und insgesamt legt der Laden mehr Wert auf Exklusivität der Garne als eine Riesenauswahl. Für jede der angebotenen Wollen kann man auch eine zugehörige Strickanleitung für einen Spitzenschal erwerben, die die Inhaberin selbst designt hat. Daneben gibt es allerlei Strickzubehör und Filzwolle und -zubehör, sowie einige handgestrickte Schals, Stulpen und Tücher, die auch auf Wunsch angefertigt werden.

WollLust bietet auch Strickkurse und Workshops an sowie eine Strick- und Spinntreffen an jedem 1. und 3. Samstag im Monat von 13-17.00 Uhr.

Ich habe mich letztendlich für eine grandios weiche und schimmernde Viskose-Polyamid-Angora Mischung von Filace in einem gedeckten mint-grün entschieden (und zwar nicht nur, weil es so gut zum Hintergrund meines Blogs passt).

Wer selbst gucken will:

Die WollLust

Mittenwalder Straße 47
10961 Berlin

Telefon: +49 30 /695 333 85

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag von 11:00 bis 19:00 Uhr
Samstag von 11:00 bis 17:00 Uhr

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Ich brauchte dringend noch vor einer Zugfahrt an Samstagmorgen Wolle und habe einen Laden gesucht, der Freitagabend nach meiner Arbeit noch offen hatte.  Ich bin im Netz auf die Idee Filiale gegenüber vom KaDeWe gestoßen, die auch eine Wollabteilung haben. Insgesamt fand ich den Besuch eher enttäuschend. An Marken werden fast ausschließlich Wolle Rödel, Rico Design, Lana Grossa und Regia verkauft. Es gab mir zu wenig Garne ohne Kunstfaserbeimischung. Außerdem ist die zuständige Verkäuferin schon um 19. 00 Uhr gegangen, das restliche Personal hatte keine Ahnung vom Stricken. Zwei verzweifelte Kundinnen, die noch relative Anfängerinnenwaren, habe ich dann spontan beraten. Die eine war auf der Suche nach dem richtigen Werkzeug, um ein Strickstück zusammenzunähen. Ich habe sie zu den Stopfnadeln geschickt mit dem Verweis, die Nadel solle möglichst stumpf sein, damit beim Vernähen die Fäden nicht gespalten werden, außerdem müsse offensichtlicher Weise das Ör groß genug genug sein, damit sich die Wolle einfädeln lässt. Eine andere Kundin wusste nur noch, dass eine Freundin ihr empfohlen hatte, auch noch eine Häkelnadel zu kaufen, wusste aber nicht wozu und in welcher Größe. Ich habe ihr erklärt, dass Häkelnadeln praktisch sind, um heruntergefallene Maschen wieder hochzuhäkeln und dass man sie etwas kleiner als die Stricknadeln wählen sollte, damit die Maschen nicht so gedehnt werden. Vielleicht sollte ich Idee fragen, ob ich Freitag Abend als Wollberaterin dort anfangen kann, ich würde aber Mitsprache beim Sortiment haben wollen, das wird wohl doch nichts.

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