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Archive for the ‘Stricken International’ Category

Ich nutze mal die Ruhe zwischen den Jahren, um enWolladen in Loveredlich einen Eintrag fertig zu stellen, den ich seit unserem Sommerurlaub geplant habe. Denn wir waren wieder in Italien und ich habe wieder kräftig Wolle gekauft. Die ersten Knäule sind in Lovere am Lago d’Iseo in meinen Koffer gewandert. Wir sind dort, als wir schon fast durch den Ort durch waren, auf eine kleine Wollboutique gestoßen (am Piazza Giuseppe Garibaldi).

Wolle aus Lovere

Ich habe zwei Knäule in meliertem Farbverlauf in Lilatönen (Mistero trends von Adriafil) gekauft.

Den nächsten Wolladen habe ich in Venedig erspäht mitten in der Altstadt, leider konnte ich nicht hineingehen, weil mich der unaufhörlich vorwärtsdrängende Touristenstrom  sofort vom Schaufenster weggerissen hat.

Den Abschluss hat unsere Reise in Mailand genommen, da wir nach zwei Wochen Kirchen, Kunst und Kultur etwas reizüberflutet waren, haben wir in Mailand eher ungewöhnliche Ziele angesteuert. Dazu gehörten auch zwei Wolläden, deren Adressen ich mir vorher rausgesucht hatte. Und beide Ausflüge haben sich wirklich gelohnt. Zum einen haben sie uns in ganz alltäglich Ecken von Mailand geführt, mit netten Geschäften, Bars und Cafés aber eben unspektakulär. Zum anderen war jeder Besuch für sich ein Erlebnis – sehr unterschiedlich, aber beide Male grandios.

Der erste Laden war Emporia Lanar (www.lanar.it) in der ViBaumwollea Nino Bixio 7 – 20129 Milano. Wollgeschäft ist eigentlich nicht die richtige Bezeichnung, denn es handelt sich um das Ladengeschäft eines Wollherstellers, der seit 1946 verschiedene Garne produziert. Man betritt einen hellen, luftigen, weitläufigen Raum, in dem verschiedene Garne zum Verkauf angeboten werden, in den hinteren Räumen stehen in großen Holzregalen bis zur Decke Konen mit den einzelnen Fäden aus denalpakaen die Garne dann verzwirnt werden.

Ich habe vier Knäuel Baumwolle gekauft (die eigentlich zu diesem Zeitpunkt bereits in kleine Badezimmerbeutel verhäkelt und unterm Weihnachtsbaum verschenkt hätten sein sollen – aber das hat sich irgendwie nicht ergeben) und ein Knäuel Alpaca-Wolle hellblau in einer Tweedoptik.

Der zweite Laden war Il centro della lana in der Via Montevideo, 25, ein  großer Raum vom Fußboden bis zur Decke zum Bersten vollgestopft mit unterschiedlichsten Garnen. In der Mitte lauter Tische mit Sonderangeboten. Ich bin minutenlang völlig überfordert die engen Gassen zwischen den unzähligen Knäulen hin und hergetigert, während die drei Verkäufer auf einer Leiter in den obersten Regalen entweder eine neue Lieferung einsortiert oder eine Art Inventur gemacht haben, auf wolle-Kunstfaserjeden Fall wurden Knäule in unterschiedlichsten Farben schön in 10ner Tüten verpackt gezählt vermerkt und wieder in die Regale gelegt. Letztendlich habe ich mich für eine herabgesetzte Wolle-Kunstfasermischung (Pamir, SandiLane) entschieden. Ihre melierte lila-weiße Farbverlaufoptik hat im Grunde das Anfangsthema der Reise wieder aufgenommen.

Übrigens in keinem der Läden kam ich mit Englisch weiter, also habe ich folgende Vokabeln gelernt:

gomitolo: Knäuel
cotone: Baumwolle
lana: Wolle
lavorare a maglia: stricken
ferri da calza: Stricknadeln
 
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Rohwolle in Freilandhaltung auf Sizilien

Zu meiner Reisevorbereitung für eine Sizilienrundreise gehörte auch ein obligatorischer Blick auf knitmap. Leider war da nicht besonders viel zu holen. Obwohl es eine große Anzahl an italienischen Wollherstellern gibt, schien laut meiner Netzrecherche in Sizilien die Woll- und Strickszene nicht gerade zu den Highlights dieser Insel zu gehören. Ist bei dem Klima nachvollziehbar.  Auch der Gedanke meine mitgebrachte lace-Wolle bei den im September immer noch herrschenden fast 40 Grad mit schwitzigen Fingern zu verstricken, fand ich wenig attraktiv. Die beiden Knäule habe ich unangebrochen wieder mit nach Hause gebracht. Dazu hat sich allerdings fast ein Kilo neue Wolle gesellt – denn zufällig bin ich bei meinen Streifzüge durch einige der Städte Siziliens doch auf den einen oder anderen Wollladen gestoßen. Angeboten wurden meistens italienische Hersteller und durchweg ziemlich günstig.

Kermit meets Miss Piggy (blushed)

Der erste Wollladen, den ich nach einer Woche auf Sizilien in Palermo erblickte, verkauft vor allem Stoffe und Kurzwaren, hat aber auch ein kleines Sortiment an Wolle (Via Sammartino Nr. 4). Da die Temperaturen just an diesem Tag von fast 40 Grad auf angenehme 30 Grad gefallen waren, konnte ich überhaupt den Gedanken von Garn in den Händen ertragen. Zudem kam ich frisch vom Zahnarzt, dem ich mit Englisch, einem Reise-Sprachführer und Brocken von Italienisch klar gemacht hatte, dass ich meine rausgefallene Kunststoff-Füllung lieber nur provisorisch statt mit Amalgan gefüllt haben wollte. So habe ich mich für diesen Erfolg und das Abenteuer des Zahnarztbesuchs insgesamt mit einigen Knäulen feinster Merinowolle belohnt. Hätte ich gewusst, dass ich zwei Tage später auf eine ganze Wollladengasse stoßen würde, hätte ich mich vielleicht etwas zurückgehalten, aber bereut habe ich diese Kauf nicht.

In der Altstadt von Palermo gibt es zum Teil noch eine altmodische Händlerstruktur, bei der sich Geschäfte mit einem bestimmten Angebot auf einer Stelle konzentrieren: In einem Straßenabschnitt sind nur Läden die die typischen sizilanischen Kappen anbieten, hinter der nächsten Ecke sind lauter Papierwarenläden und dann eben ein paar Meter weiter ein Wollladen nach dem nächsten. Da ich schon im ersten Laden nicht widerstehen konnte und mein Reisegepäck mit weiterer Wolle erweitert habe, bin ich in die anderen Läden gar nicht mehr hiniengegangen. Sie schienen mir aber alle von recht ähnlicher Struktur zu sein, wie der in dem ich dann zum zweiten Mal fündig geworden bin (Piazza Sant‘ Anna 6): Vollgestopft mit eine Masse an günstiger Wolle ausschließlich italienischer Hersteller. Die Wolle war nicht besonders schön präsentiert – der Laden wirkte eher wie ein Warenlager. Von Stricken als stylische Modeerscheinung hatte man dort sicher noch nie was gehört und es auch nicht für nötig befunden die Ware irgendwie verkaufsfördernd auf den Auslageflächen zu drapieren. Stattdessen war je ein Knäuel jeder Wolle und jeder Farbe offen, meist in Pappkartons zugänglich. Der Rest der Wolle war noch in den Plastiktüten vom Transport nach Herstellern und Garnsorten sortiert aber nicht sehr Appetit anregend in die Regale gestopft. Die Auswahl war ziemlich groß und die Preise so, dass ich am nächsten Tag fast noch einmal wieder gekommen bin.

Bikinis, Schlafanzüge und Wollknäule – bewacht von Snoopy

Auf den nächsten Laden bin ich gestoßen, als wir in Cèfalu auf dem Rückweg zum Parkhaus waren (Piazza Bellipanni 21). Dort in einer kleinen Ladenstraße in einer Art Wohnblock habe ich mit versiertem Blick einen Laden erspäht, der neben Badenmoden und Nachthemden auch ein ganzes Wandregal mit Wolle anbot. Bewacht wurde der Laden von Snoopy einem knurrenden Schoßhund. Seine reizende Besitzerin hat nicht nur den zähnefletschenden Snoopy auf seinen Hocker hinter die Ladentheke verbannt, sondern  mir mit Händen und Füßen geduldig alle Knäuel angereicht und Maschenproben gezeigt.

Mondial Farfalla

Im Sortiment waren vor allem Effektgarne und sehr dicke Wollen. Ich hatte ein schlechtes Gewissen nach dem aufopferungsvollen Einsatz der Verkäuferin einfach so wieder aus dem Laden zu gehen. Aber erstens war ich mich beim Gedanken an den Rückflug besorgt, dass die viele Wolle meinen Koffer sprengen würde und außerdem hatte ich nur noch 2 Euro in der Tasche. Für diese habe ich dann aus der Sonderangebotskiste noch ein Effektgarn ergattert. Mit Händen, Stricknadeln und englisch-italienischem Sprachmischmasch hat mir Snoopys Frauchen  gezeigt, wie man die Wolle verstrickt, wobei ich durch die ganzen Rüschvolants hindurch im Kopf auch noch ihre englische Strickweise (Faden rechts) in meine kontinentale (Faden links) übersetzen musste. Mal sehen, was aus dem Knäuel wird…

Wollbarone

Das letzte Geschäft habe ich dann in Catania auf der Via Umberto I Nr. 177 entdeckt. Dieser glich am ehesten meiner Vorstellung von einem richtigen Strickladen. Der Großteil der Knäule waren gut sichtbar und ordentlich in Wandregale mit Glasschiebetüren oder in Schubladen (der oberste Schubladeninhalt wiederum durch die gläserne Deckplatte sichtbar) sortiert. Außerdem verkaufte der Laden auch Strickzubehör und Strickmagazine. Die Preise waren etwas höher, aber immer noch verführerisch niedrig. Da ich allerdings noch 1) den ganzen Tag durch die Stadt laufen wollte, 2) sich meine Reisekasse in den vergangenen drei Wochen schon beträchtlich erleichtert hatte und  dagegen 3) sich zu meiner Wolle als Mitbringsel für mich selbst auch noch eine Tüte Kekse, eine Tüte Nudeln, ein Pesto und eine blankgeputzer Riesenkiesel vom Strand gesellt hatte (und ich 4) sowieso mehr Wolle bei mir zu Hause bunkere, als ich in den nächsten 5 Jahren verstricken kann – aber der Grund zählt eigentlich nicht), habe ich dann vernünftiger Weise aber schweren Herzens von weitere Wollkäufen abgesehen.

Trotzdem bin ich beim Auspacken meines Koffers auf ein wollmäßig beträchtliches Resultat meiner Sizilienreise gestoßen:

lauter Wolle

Wollausbeute meiner Sizilienreise

Und da in meiner Abwesenheit in Berlin der Herbst ausgebrochen ist, kann ich auch gleich damit anfangen, meinen Import zu verarbeiten.

Noch eine Nebenbeobachtung: Interessanterweise waren erstaunlich viele der Wollverkäufer Männer.  Ich vermute, dass das eher daran liegt, dass auf Sizilien Männer die Läden führen und nicht, dass dort mehr Männer als in Deutschland dem Stricken verfallen sind und ihre passione zur professione gemacht haben. Aber wer weiß, vielleicht gibt es eine heimliche Untergrundszene von alten Herren, die in den Parks und auf den Marktplätzen nicht Karten spielen oder die Welt diskutieren, sondern an noch kühleren Tagen, als ich sie erlebt habe, ihr Strickzeug hervorzaubern und einvernehmlich plaudernd Masche für Masche bilden, bis es Zeit ist, nach Hause zu gehen, weil das Abendessen auf dem Tisch steht.

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Anschläge – das klingt gewaltvoll, würde es sich hier nicht ums Stricken handeln. Denn beim Stricken kommt ein Anschlag völlig ohne Waffeneinsatz aus. Schließlich geht es ja nur darum wie man die ersten Maschen auf die Nadel bekommt. Eine Sammlung, wie Strickerinnen in der Welt Maschen aufnehmen zeigt diese kleine youtube-Liste. Da die meisten Anschlagsarten irgendwelchen Ländern zugeordnet werden, habe ich sie nach Nationen sortiert, quasi eine kleine Weltreise der Anschläge. Die Videos sind aber nicht ganz so international wie die Anschäge und nur auf Deutsch und Englisch

Maschen anschlagen in Deutschland/Norwegen:

Twisted German Cast on oder Norwegian cast on, fest, aber trotzdem elastisch (Englisch)

Maschen anschlagen in Estland:

Estonian Cast on – er ist besonders elastisch, eignet sich somit z.B. für Socken. Er bildet zudem eine Schmuckkante. Nach dem eigentlichen Anschlag strickt man die erste Reihe rechts (in Runden) bzw. links (in Reihen) (Englisch).

Hier auf Deutsch (Kreuzanschlag) und mit doppeltem Faden gearbeitet

Maschen anschlagen in Italien:

Provisorischer italienischer Anschlag (mit Hilfsfaden) (Englisch)

Italienischer Anschlag ohne Hilfsfaden (Deutsch)

Italian Cast On with tubular set-up (Englisch). (Italienischer Anschlag und zwei Reihen, in denen abwechselnd rechts gestrickt und abgehoben wird, daraus entsteht ein hübscher Anfang, ohne sichtbar Kante, die Maschen gehen quasi über die untere Kante herum).

Hier auf Deutsch der italienische Anschlag mit anschließendem tubular set-up aber auf einer Rundstricknadel, bei dem die ersten Reihen Runden gestrickt werden, die dann nach einigen Reihen auf eine Nadel gehoben und als eins rechts eins links Bündchen weitergestrickt.

Italienischer Anschlag auf Deutsch für anschließendes Bündchen in 2 rechts 2

italienischer Anschlag in Runden für 1 rechts 1 links Bündchen

Maschen anschlagen in der Türkei

Ein unsichtbarer Art Maschen anzuschlagen ist der türkische Anschlag, in der man aus einer Maschenreihe in beide Richtungen weiterstrickt. (Wenn man in der Runde weiterstrickt, ist der entstehende Schlauch unten geschlossen). Ist z.B. geeignet, wenn man Socken von vorne/der Spitze lostricken will.

Hier mit einer Rundstricknadeln (in englischer Strickweise mit dem Faden rechts), damit man etwas mehr „Luft“ hat, um in die Maschen einzustechen, wird jeweils ein Teil der Maschen auf den Kunststofffaden, der die beiden Nadeln verbindet geschoben).

Staatenlose Maschenanschläge:

Verschiedene Arten Maschen aufzustricken (auch gut für Anschlag im Strickstück (z.B. an der Seite), da man nur den Arbeitsfaden braucht):

Maschenaufstricken I (auf Deutsch)

Maschenaufstricken II (auf Deutsch)

Versionen einesWickelanschlags:

supereinfacher all in one Wickelanschlag I

supereinfacher all in one Wickelanschlag II

unelastisch, weil als Anfang abgekettet, dafür sind dann aber Anschlag und Abkettrand identisch:

Viel Spaß beim Anschauen und Anschlagen!

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Vor ein paar Wochen habe ich einen Eintrag dazu gemacht, wie man Etiketten liest. Allerdings war das vor allem auf Etiketten von Wolle bezogen, die in Deutschland hergestellt ist. Auf Garnen aus dem englischsprachigen Kontext (und in den Garnangaben in englischsprachigen Anleitungen) sind manchmal noch weitere Angaben auf dem Knäuel zu finden und zwar die Garndicke.

Die Garndicke gibt eine Orientierung, welche Nadelstärke man benutzen sollte. Gemessen wird diese in den USA in Wraps per inch (Wpi) also Umwicklungen pro Inch. Um diesen Wert zu ermitteln, umwickelt man einen Bleistift, eine dicke Stricknadel oder gleich ein Lineal mit der Wolle, so dass zwischen den Fäden kein Zwischenraum ist, und zählt dann, wieviele Umwicklungen einen Inch ergeben. Die Wolle wird dann anhand dieser Anzahl in den USA nach einem Standard Yarn Weight System in 6 Kategorien eingeteilt:

18 oder mehr Umwicklungen: 0=lace (Nadeln in 1,5-2,25mm)

14 Umwicklungen: 1=super fine (Nadeln in 2,25-3,25mm)

12 Umwicklungen: 2=fine (Nadeln in 3,25-3,75mm)

11 Umwicklungen: 3=light (Nadeln in 3,75-4,5mm)

9 Umwicklungen: 4=medium (Nadeln in 4,5-5,5mm)

7 Umwicklungen: 5=bulky (Nadeln in 5,5-8mm)

5-6 Umwicklungen: 6=superbulky (Nadeln ab 8 mm)

Zu aller Verwirrung gibt es dann für die einzelnen Garnarten innerhalb der Kategorien aber noch andere Namen (0=Thread, 1=Fingering, 2=Sport, 3=DK/Light Worsted, 4=Worsted/Aran/Afghan, 5=Chunky, 6=Bulky, die sich auch noch zwischen den USA und GB/ NZ (Angaben mit 1- 12 ply) unterscheiden.

Entsprechungstabellen findet man z.B. hier oder bei Wikipedia (wobei diese innerhalb der Seite inkonsistent und etwas verwirrend sind, aber eine Orientierung geben.)

Der Wraps per Inch Test ist auch hilfreich, wenn man eine Wolle ohne Etikett wiederfindet, weil man ihn leicht selbst machen kann. Es ist leichter und exakter, wenn man den Garnanfang mit einem Tesastreifen festklebt und dann ein größeres Stück umwickelt und einen Inch aus der Mitte auszählt. Mit Hilfe der Anzahl der Umwicklungen kann man dann die entsprechende Nadelgröße ermitteln.

Übrigens ein Inch sind: 2,54 cm.

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I have translated the pattern for the Peacock-Cowl. The cowl is knitted in the round. Once you have memorized the (not too complicated) stitch pattern, it is pretty straightforward to knit. The ready knitted cowl looks much more impressive than the knitting instructions.

Gauge: 23st x 28r in pattern

Needles: 4,0 mm

Yarn: Rowan Classic Yarns Silk Wool DK, (50% Merino, 50% Silk 50g/100m),ca. 1 ½ skeins in the colour „Bramble“.

The English version of the pattern can be downloaded here.

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Today I finally found the time to upload my patterns at ravelry. The response was surprisingly strong and positive and within an hour I got many requests for an English translation. So I spent some more time and started to translate my patterns. The first pattern in an English version is the Victorian inspired mitten with a lace ruffle at the top. You can download the Pattern as a PDF .

I will try to translate the other patterns, too, but it probably takes a while meanwhile, maybe my list of englisch-german translations for knitting vocabulary might help?

Have fun knitting!

P.S. Knitting in the round with double pointed needles is much easier when knitting continental style.

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Als Ergänzung zur Liste mit englischen Strickbegriffen jetzt noch ein paar Hinweise zum Aufbau von englischen Strickanleitungen:

Englische Strickanleitungen sind etwas anders aufgebaut als deutsche.

Der wesentlichste Unterschied zwischen dem englischen und deutschen Strickbegriffen ist, dass im deutschen die Grundmaschenarten als rechts und links bezeichnet werden  (abgeleitet davon, wie sie gestrickt auf der der Strickerin zugewandten Seite erscheinen. Dabei orientiert sich die Bezeichnung rechts und links an der Bezeichnung für die rechte (also nach außen sichtbaren)  und linke (also meist innenliegenden) Seite von Kleidungsstücken. Rechts heißen eben solche Maschen, die in der am häufigsten vorkommenden „glatt rechts“ gestrickten Muster außen liegen.

Im Englischen dagegen gibt es zwei unterschiedliche Bezeichnungen für die verschiedene Vorgänge Maschen zu produzieren:

To knit heißt „stricken“ im Allgemeinen also „I knitted a scarf“, auch wenn dieser 2 rechts 2 links gestrickt wurde, aber in der Strickterminologie heißt to knit (Strickschrift: (k)) genauer „rechte Maschen stricken“. „Linke Maschen stricken“ heißt: to purl (p).

Die Seiten des Strickstücks werden auch nicht mit rechts oder links bezeichnet, sondern als richtige und falsch Seite „right side“ (RS) und „wrong side“ (WS). Diese Bezeichungen werden oft auch im Muster angegeben. RS ist immer die Seite, die beim fertigen Strickstück außen liegt, WS die innenliegende. Von der Tendenz her werden in englischen Anleitungen tatsächlich die einzelnen Reihen beschrieben also : Row (=Reihe) 4 to 48: in stockinette stitch (=glatt rechts) also RS: knit , WS: purl und nicht „5 cm rechts stricken oder rechts stricken bis das Strickstück 38 cm lang ist“.(Allerdings ist das nur eine Tendenz, natürlich findet man ähnliche Angaben mitunter auch in englischen Mustern, das heißt dann „work even until piece measures 38 cm“ eher aber „Work even for 48 rows“).

Außerdem arbeiten englische Anleitungen viel stärker mit Maschenmarkieren. Das ist oft sehr effizient für die Darstellung und kein Problem, wenn man es einfach „blind“ befolgt. Manchmal finde ich es allerdings für das vorherige Vorstellen, wie der Strickvorgang aussieht, etwas schwierig.  Um einen Daumenkeil in einer Stulpe einzustricken, würde in einer englischen Anleitung vermutlich in einer Reihe angegeben werden, wo die Maschenmarker platziert werden. In der nächsten Reihe wird dann nur noch angegeben z. B.

R38: knit to marker,  m1, k 1, m1, slip marker, k to end of round (m1 = make 1 = eine Masche zunehmen)
R 39: k
R 40: knit to marker, (m1), k 3, m1, slip marker, k to end of round
R 41 k
R 42: knit to marker, (m1), k 5, m1, slip marker, k to end of round  (…)

Dass es sich dabei um den Daumenkeil handelt, ist nicht unmittelbar erkennbar.

Im Deutschen würde da vielleicht stehen

„Ab hier beginnen den Daumenkeil einzustricken dazu  zunächst eine Masche zunehmen und dann in jeder 2. Reihe jeweils am Rand des Keils je eine Masche zunehmen bis der Keil 5 cm lang ist“

Insgesamt liefern englische Strickmuster eher eine genau befolgbare Handlungsanweisung Schritt für Schritt, die sich vor allem auf das bezieht, was die Strickerin nach einander zu tun hat, während deutsche Muster sich eher auf den den Konstruktionsprozess des Strickstücks beziehen und angeben, wo im Strickstück man was produzieren/bewirken muss. Englisch Strickmuster sind somit eigentlich einfacher zu folgen, wenn alles ganz genau hinkommt und man sie tatsächlich einfach nur ohne nachzudenken nachstrickt. Deutsche Strickmuster erfodern manchmal etwas mehr „Vorwissen“ und Mitdenken, sind dafür aber leichter abzuwandeln und anzupassen.

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