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Archive for the ‘Männer’ Category

Star Talers cowl left

Und hier mal wieder eine Strickanleitung zum Download für einen Cowl (die deutsche Übersetzung ist ein schön umständliches Wort: Schalkragen)

Der Cowl ist aus zwei der Knäuel entstanden, die ich aus Sizilien mitgebracht habe. Zwar haben sich die Sterne, nicht wie bei Sternentaler in Goldstücke verwandelt, aber es sieht aus, als seien lauter kleine Sterne am Cowl hängen geblieben.

Der Sternenstich macht das Gestrick relativ fest und dick und es fällt nicht besonders weich. Er ist dadurch super für einen Cowl geignet, der so seine Form behält und um den Hals geschlungen nicht in sich zusammensackt. Durch das dicke und mehrschichtige Gewebe hält er zudem extra warm.

Der Cowl wird in Reihen quer zur späteren Tragerichtung gestrickt und dann zu einem Schlauch geschlossen und zusammengenäht. Damit die Naht nicht sichtbar ist, beginnt man mit einem provisorischen Anschlag, den man später löst, das Strickstück wird nicht abgekettet, sondern die letzte Reihe einfach an die erste Strickreihe angenäht, mit einem Sterntalers Cowl StrickrichtungMaschenstich.

Ein video, wie man das tut, findet ihr z.B. hier (in Englisch) oder hier (auf Deutsch, allerdings sieht das Nähen in diesem Video schwerer aus, als es ist, da der Nähfaden zu dünn ist und die Strickstücke sehr stark hin- und her wackeln und die Maschen mitunter schwer zu erkennen sind). Ein besseres Video auf Deutsch habe ich nicht gefunden. Letzlich führt man beim Maschenstich den Faden so durch die Maschen er zu verbindenden Strickreihen, dass man Strick-Maschen nachahmt. Mit ein bisschen räumlichem Vorstellungsvermögen und dem Wissen, wie rechte und linke Maschen aufgebaut sind, kann man sich das auch gut am Strickstück erschließen.

Und hier die Strickanleitung als PDF zum Download:

Sterntalers Cowl (auf Deutsch)

Star Talers cowl_(in English)

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Wie angekündigt, hier eine weitere Anleitung für eine Handysocke. Wobei mir eigentlich nie ganz klar geworden ist, warum das landläufig Socke heißt. Wenn man schon Kleidungsstückanalogien bemüht, dann müsste man doch von der Form eher von einer Handy-Stulpe reden. Oder eben Handytasche – wie dem auch sei.

Die Socke ist ebenfalls von oben gestrickt, unten gemeinsam abgekettet und damit ohne Naht.

Bei der auf dem Foto abgebildeten Handysocke habe ich – was in der Anleitung nicht beschrieben ist – noch eine zusätzliche linke Masche am Rundenanfang in der jeweiligen Farbe eingefügt. Das kann man bei allen gestreiften Strickstücken, die in der Runde gestrickt werden, machen, und fair isle ist vom Stricken her ja letztlich ein Streifenmuster. Die linke Masche zieht sich nach innen und die Kanten des Musters liegen am Rundenübergang exakter aufeinander. Ich habe dann die linke Masche sogar nach innen abgenäht, so dass die zweite Masche der Runde (die erste rechte Masche) und die letzte Masche nebeneinander fixiert werden. Die Handysocke sieht aber auch völlig OK aus, wenn man diese linke Masche nicht einfügt. Nur am Rundenanfang ist das  Muster leicht gegeneinander versetzt. Das liegt daran, dass es sich bei dem Gestrick in Runden um eine Spirale handelt und das Ende der Reihe höher liegt als der Anfang der Runde. Nicht-Strick-Perfektionist/innen werden sich kaum daran stören.

Mehrere Wege, wie man das Problem mit den Rundenübergangen bei bei fair isle- und Streifenmustern lösen kann, hat übrigens Techknitter in ihrem Blog  mehrfach behandelt. Zum Index des Blogs geht es hier. Die entsprechenden Einträge findet man unter dem Stichwort „jogless“.

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Wer auf den letzten Drücker noch ein Geburtstagsgeschenk, Mitbringsel oder eine Aufmerksamkeit braucht, für den/die sind diese Handysocken genau das Richtige. Man braucht nur wenige Maschen und damit kurze Zeit , um sie fertig zu stellen. Ich habe schon Handysocken verschenkt, die ich kurz vor der Party noch flink in der U-Bahn gestrickt habe, weil ich es nicht mehr rechtzeitig zu einem Blumenladen geschafft habe. Handytaschen sind aufgrund ihrer geringen Maschenzahl auch geeignete Einsteigerprojekte, zumal es nicht darauf ankommt, dass sie dem Handy haargenau auf den Leib geschneidert sind –  ein schnelles Erfolgserlebnis ist also (fast) garantiert. Und falls die Socke viel zu groß oder klein ist, findet man zur Not immer jemand mit einem anderen Handymodell, die Arbeit ist also nie umsonst. Der Materialeinsatz ist relativ gering und man kann prima kleinere Garnreste verwenden oder Restknäuel aufstricken. Ich habe zwar eine der Täschchen aus Wolle gestrickt, aber eigentlich ist Baumwolle geeigneter, da  sie meist weniger fusselt.

Und noch eine gute Nachricht für alle, die Zusammennähen hassen: um den Aufwand so gering wie möglich zu halten, stricke ich die Taschen von oben auf einem Nadelspielund wende dann das Strickstück (durch das Wenden liegen die abgeketteten Maschen innen). Dann lege ich die beiden Seiten unten aufeinander und kette gemeinsam ab (siehe Anleitung).  Keine einzige Naht, man muss nur noch die Fäden vernähen und fertig ist die individuelle Handy/Blackberry/I-Phone-Umhüllung.

Hier also ein erstes Handytaschenmodell, weitere werden folgen…

Hier das PDF als Download Händisocke gelb-brombeer

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Bei dieser Anleitung für  federleichte Stulpen handelt es sich um die erste, die ich jemals verschriftlicht habe, was mich damals mit unbändigem Stolz auf mein Werk erfüllt hat.
Nur wegen  fehlender Fotos habe ich sie bisher noch nicht online gestellt. Aber da ich das jetzt nachgeholt habe, hier die Anleitung, kostenlos wie immer. Es handelt sich um eine Stulpe mit einem Zopf, dessen Stränge jeweils über einem der Finger enden. Sie werden genau am Handgelenk mehrfach verkreuzt, so dass die Stulpe an dieser Stelle – passend zur Anatomie – etwas enger ist. Federleicht sind die Stulpen, da die Wolle eine lange Lauflänge hat und der Faden so „fluffig“ ist, dass die Stulpen zusammen gerade mal 37 g wiegen. Ein Knäuel reicht also locker.

Maschenprobe: 18 M x 30 R = 10 cm,

Nadeln: Nadelspiel der Stärke 4,5 mm, 2 Hilfsnadeln

Garn: 1 Knäuel ggh Bel Air, Farbe 012, 90 % Merino, 10% Polyamid, 50g/130m

Schwierigkeitsgrad: + + + 0 0

Anlässlich der Veröffentlich meiner ersten Anleitung habe ich noch mal meine „Strickentwicklung“ rückblickend betrachtet: Stricken gelernt habe ich als Kind und jahrelang  Stricksachen selbst „entworfen“, ohne zu wissen, dass ich das tue. Meine Mutter hatte mir alle notwendigen Stricktechniken gezeigt und jedes Mal, wenn ich mit einem neuen Wunsch wie „ich will Handschuhe stricken“ oder „ich will mir einen Pullover stricken“, hat sie mir so nebenbei und ohne viel Aufwand um Design und Entwurf, grundlegende Konstruktionsprinzipien verschiedener Kleidungsstücke vermittelt. Ich habe also Handschuhe, Schals, Pulswärmer, Mützen und Pullis gestrickt. Immer nach eigenem „Entwurf“ immer nur glatt und kraus rechts oder Rippen, wenn mehrfarbig dann nur Streifen. Verschiedene geerbte Strickhefte aus den 70ern habe ich immer nur angeguckt, ohne irgendwie darauf zu kommen, tatsächlich mal eine der Sachen nachzustricken, zumal die Muster dieser deutschen Strickhefte immer ein wenig altbacken und nicht wirklich erstrebenswert für den eigenen Kleiderschrank waren. Stricken war für mich aufzueichnen, wie das Kleidungsstück aussehen soll, und dann anhand der (verhassten) Maschenprobe ausrechnen, wie die einzelnen dafür notwendigen  Teile herzustellen sind.  Irgendwann Jahre später habe ich dann mal einfach so angefangen auch Zopfmuster und Lochmuster auszuprobieren. Es war nicht so, dass ich mich an diese vorher nicht rangetraut habe,…vielmehr bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, das mal auszuprobieren, Stricken war ja schließlich glatt rechts und Rippen für Schals und Bündchen.

Schlagartig gewandelt hat sich mein Strickverhalten und mein Zugang zum Stricken , als ich mich vor einigen Jahren zum einen durch Gespräche mit Choco Canel  in einen Experimentier- und Schaffesrausch geredet und als Konsequenz unserer Gespräche, mir erstmal die Welt der englischsprachigen Strickpublikationen sowie der Blogs und Strickcommunities erschlossen habe. Und dieser Schritt hat mein Stricken wirklich fundamental verändert. Nicht nur habe ich angefangen, in kurzer Zeit die verschiedensten neuen Techniken (fair Isle, lace) auszuprobieren und mich theoretisch mit Entwurf, Konstruktionsprinzipien (top down Pullis, angestrickte Ärmel) zu beschäftigen und Lösungen für Probleme zu suchen, die ich vormals fatalistisch als „so ist das halt beim Stricken“ hingenommen hatte (die Verschiedenheit von Abhnahmen bei der linken und rechten Raglannaht, das Abketten von Bündchen etc.). Auch ist die Strickmode der englischen und amerikansichen Crafts-Bewegung nach meiner Einschätzung viel geschmackvoller, modischer, tragbarer als die deutsche, erstmals habe ich tatsächlich Pullover streng nach Anleitung einfach so nachgestrickt. Vor allem Chocos Hinweis auf die Strickcommunity RAVELRY hat mein Strickleben in dieser Hinsicht verändert. Bei den ersten Besuchen, kam ich mir vor wie ein Kind im Spielwarenlade und habe panisch Anleitungen runtergeladen aus der irrationalen Angst, ich könne aus diesem Traum aufwachen und die Fülle des Angebots wie eine Seifenblase zerplatzen.  Ich kann nur jeder/m empfehlen, sich mit dem Aneignen einiger englischer Strickpbegriffe (denn mehr ist eigentlich nicht notwendig, um die englische Strickliteratur zu benutzen) eine ganz neue Welt des Strickens und des über das Stricken zu reden und nachzudenken zu eröffnen. Aber auch ohne Englisch kann man ausgetretene Pfade verlassen und statt der ewigen 2 rechts-2 links Schals einfach mal einen aufwändigen Spitzenschal in Angriff nehmen. (eine Fülle kostenloser deutscher Anleitungen gibt es z.B. hier, bei ravelry gibt es vor allem englische Anleitungen, aber auch in anderen Sprachen, man kann gezielt nur nach deutschen Anleitungen suchen). Der letzte Schritt in meiner Entwicklung war dann tatsächlich das Dokumentieren meiner Strickarbeit und die Verschriftlichung meiner Entwürfe, so dass sie reproduzierbar wurden. Ein aufwändiger aber doch noch einmal anders befriedigender Schaffensakt. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt.

Und wenn ich schon die englische Strickwelt lobe: hier die Anleitung auf Englisch: cable stitch mittens – light and easy

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Hier eine kurze Anleitung für eine Retro Ipodsocke oder andere kleine Taschen im fair isle Kugel-Design, wie immer gratis.

Maschenprobe: 28Mx32R=10cm
Nadeln: Nadelspiel 3,5 mm
Material: Catania von Schachenmayr (100 %
Baumwolle 50g/125 m) je 50 g in
gold und agave (man braucht
natürlich nicht das ganze Knäuel!)

Schwierigkeitsgrad: + + + 0 0

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Gibt es tragbare Spitzenmuster für Männer?

Ich habe jedenfalls bei unserem letzten Strickbasar schlechten Geschäftssinn bewiesen: Einem Freund habe ich nämlich vom Kauf von  Pulswärmern abgeraten, weil ich die Kombination von roter Wolle und Pfauenschwanzmuster für seine männliche Hand doch etwas unpassend fand.

Nun hat mich zu seinem Geburtstag das schlechte Gewissen ereilt. Bei rot ist es geblieben:

Wolle:  1 Knäuel Angobella (65% Angora, 10% Wolle, 25% Nylon)

(20g = 90m, Verbrauch 18g um genau zu sein)

Nadeln: Nadelspiel in Stärke 3,5mm

Zubehör: 2 Zopfnadeln, Stopfnadel

Maschenprobe: 24Mx35R im Rippenmuster (leicht gedehnt) = 10x10cm

Viel Spaß beim Nachstricken.

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Noch im bitterkalten Februar traf ich meinen Bruder ohne Schal. Als große Schwester um seine Gesundheit besorgt und immer auf der Suche nach neuen Strickprojekten schlug ich ihm vor, ihm einen Schalkragen zu stricken. Er war Feuer und Flamme und als ich ihn nach seinen bevorzugten Farben fragte und hinzufügte, rosa und lila solle der Schal wohl bestimmt nicht sein, antwortet er: „Warum nicht. Ich finde ja, auch ich als heterosexueller Mann habe ein Recht auf Farbe in meinem Leben.“

Recht hat er, und entsprechend habe ich einen kunterbunt getupften Schalkragen entworfen. Der Frühling ist zwar inzwischen mit aller Macht gekommen und heute habe ich mir eher die Klamottenschichten vom Leib gerissen als über Zugluft am Hals besorgt zu sein. Aber erstens kann man nie wissen, wie das Aprilwetter noch einmal umschlägt, zweitens erinnert mich der Schalkragen an Ostereier und passt somit zum kommenden Osterfest und drittens kommt der nächste Winter bestimmt…

Hier also die Anleitung für den Tupfenschal für erwachsene Menschen jeglicher sexueller Orientierung und jeder Größe mit einem Wunsch nach Farbe in ihrem Leben:

Maschenprobe: 20Mx50R = 10 cm, im Grundmuster

Nadeln: 4,5 mm, 6 mm

Material: online Trend-Collection, Linie 157, Tessa (100% Schurwolle 50g/85m), je ein Knäuel in Farbe 27 (blau), 44 (rot) und 67 (lila); 5 blaue Knöpfe, rotes Stickgarn

Legende

Anleitung

Mit der kleineren Nadel in lila 88 Maschen anschlagen.

R1- 6: im Rippenmuster stricken.

R 7: eine Reihe rechte Maschen stricken.

Zur größeren Nadel wechseln:

Grundmuster

R 8 – 68: im Grundmuster entsprechend der Strickschrift stricken. Zur kleineren Nadel wechseln:

R 69: eine Reihe rechte Maschen in lila.

R 70 – 75: im Rippenmuster stricken.

Locker Abketten.

Am linken Rand in lila 30 Maschen aufnehmen.

6 Reihen im Rippenmuster stricken, locker abketten.

Rippenmuster

Am rechten Rand mit dem Garn in Farbe lila 30 Maschen aufnehmen.

3 Reihen im Rippenmuster stricken, dann die Knopflochreihe nach Strickschrift stricken. 

Noch zwei Reihen im Rippenmuster stricken (die Umschläge dabei nicht verschränkt abstricken),

locker abketten.

Fäden vernähen und Knöpfe mit rotem Stickgarn an die entsprechenden Stellen annähen.

Knopflochleiste

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