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Archive for März 2018

Nachdem die letzte Masche abgekettet ist, bleibt noch Einiges zu tun, selbst wenn man ein nahtloses Muster gewählt hat und das Zusammennähen entfällt. Dazu gehört das Vernähen der Fäden, die man entweder aufgrund der Strickkonstruktion oder im Übergang zwischen zwei Knäulen angesetzt hat.

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Hier habe ich den Faden nicht am Reihenanfang angesetzt, sondern das Knäuel bis auf wenige Zentimeter zu Ende gestrickt und in der Mitte des Strickstücks neu angesetzt. Die Fäden habe ich dann geteilt und dem Maschenverlauf der gleichen Farbe entlang vernäht. Man sieht nur ein kleines Fadenende in hellgrün, ansonsten ist das Vernähen fast nicht erkennbar. Auf der rechten Seiten ist nichts zu sehen.

Früher habe ich mich oft geärgert, dass die Stellen mit den vernähten Fäden nicht schön aussehen. Die Stellen waren dick und trugen auf, sie waren wenig elastisch und bisweilen auch auf der rechten Seite erkennbar.

 

Inzwischen habe ich einige Tricks gesammelt, wie man Fäden so vernäht, dass man es kaum sieht

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Hier habe ich den Faden am Reihenanfang angesetzt und vernäht.
  • Für in Reihen gestrickte Stücke: Fäden nur am Reihenbeginn ansetzen, dann hat man die vernähten Stellen zumindest nicht prominent am Bauchnabel sitzen und sie verschwinden ggf. in der Naht
  • Für mehrfädige Wolle: Fadenenden nicht als Ganzes vernähen, sondern in 2-3 Stränge aufteilen und diese separat vernähen. Das macht zwar mehr Arbeit, aber ich finde es lohnt sich sehr. Die vernähten Stellen sind nicht so dick und die dünneren Faden enden lassen sich fast unsichtbar in den Maschen verstecken
  • Keine spitze Nadel verwenden und mit dieser die Fadenenden durch die Wolle der Maschen stechen. Stattdessen eine stumpfe Stopfnadel und die (im besten Fall geteilten Fadenenden) entlang des Maschenverlaufs führen.
  • Bei leicht filzender Wolle reicht manchmal schon eine Richtung, bei rutschigen Garnen (Baumwolle, superwash etc.) immer mindestens in 2, manchmal besser in 3 Richtungen (hin – zurück etc. in verschiedenen Reihen) den Maschen folgen.
  • Bei Farbwechseln die Fadenenden nur in der gleichen Farbe vernähen.
  • Fadenenden lassen sich auch nutzen, um kleinere Löcher (z.B. bei bottom-up gestrickten Pullovern unter den Armen oder bei Handschuhen mit Daumenkeil beim Aufnehmen der Daumenmaschen) zusammenzuziehen oder sogar etwas zu „stopfen“

Und wenn alle Fäden vernäht (und ggf. alle Teile zusammengenäht) sind, dann sollte man die Strickstücke als nächstes „spannen“. Wie man das macht, habe ich hier schon  erklärt.

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