Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for Dezember 2013

Ich nutze mal die Ruhe zwischen den Jahren, um enWolladen in Loveredlich einen Eintrag fertig zu stellen, den ich seit unserem Sommerurlaub geplant habe. Denn wir waren wieder in Italien und ich habe wieder kräftig Wolle gekauft. Die ersten Knäule sind in Lovere am Lago d’Iseo in meinen Koffer gewandert. Wir sind dort, als wir schon fast durch den Ort durch waren, auf eine kleine Wollboutique gestoßen (am Piazza Giuseppe Garibaldi).

Wolle aus Lovere

Ich habe zwei Knäule in meliertem Farbverlauf in Lilatönen (Mistero trends von Adriafil) gekauft.

Den nächsten Wolladen habe ich in Venedig erspäht mitten in der Altstadt, leider konnte ich nicht hineingehen, weil mich der unaufhörlich vorwärtsdrängende Touristenstrom  sofort vom Schaufenster weggerissen hat.

Den Abschluss hat unsere Reise in Mailand genommen, da wir nach zwei Wochen Kirchen, Kunst und Kultur etwas reizüberflutet waren, haben wir in Mailand eher ungewöhnliche Ziele angesteuert. Dazu gehörten auch zwei Wolläden, deren Adressen ich mir vorher rausgesucht hatte. Und beide Ausflüge haben sich wirklich gelohnt. Zum einen haben sie uns in ganz alltäglich Ecken von Mailand geführt, mit netten Geschäften, Bars und Cafés aber eben unspektakulär. Zum anderen war jeder Besuch für sich ein Erlebnis – sehr unterschiedlich, aber beide Male grandios.

Der erste Laden war Emporia Lanar (www.lanar.it) in der ViBaumwollea Nino Bixio 7 – 20129 Milano. Wollgeschäft ist eigentlich nicht die richtige Bezeichnung, denn es handelt sich um das Ladengeschäft eines Wollherstellers, der seit 1946 verschiedene Garne produziert. Man betritt einen hellen, luftigen, weitläufigen Raum, in dem verschiedene Garne zum Verkauf angeboten werden, in den hinteren Räumen stehen in großen Holzregalen bis zur Decke Konen mit den einzelnen Fäden aus denalpakaen die Garne dann verzwirnt werden.

Ich habe vier Knäuel Baumwolle gekauft (die eigentlich zu diesem Zeitpunkt bereits in kleine Badezimmerbeutel verhäkelt und unterm Weihnachtsbaum verschenkt hätten sein sollen – aber das hat sich irgendwie nicht ergeben) und ein Knäuel Alpaca-Wolle hellblau in einer Tweedoptik.

Der zweite Laden war Il centro della lana in der Via Montevideo, 25, ein  großer Raum vom Fußboden bis zur Decke zum Bersten vollgestopft mit unterschiedlichsten Garnen. In der Mitte lauter Tische mit Sonderangeboten. Ich bin minutenlang völlig überfordert die engen Gassen zwischen den unzähligen Knäulen hin und hergetigert, während die drei Verkäufer auf einer Leiter in den obersten Regalen entweder eine neue Lieferung einsortiert oder eine Art Inventur gemacht haben, auf wolle-Kunstfaserjeden Fall wurden Knäule in unterschiedlichsten Farben schön in 10ner Tüten verpackt gezählt vermerkt und wieder in die Regale gelegt. Letztendlich habe ich mich für eine herabgesetzte Wolle-Kunstfasermischung (Pamir, SandiLane) entschieden. Ihre melierte lila-weiße Farbverlaufoptik hat im Grunde das Anfangsthema der Reise wieder aufgenommen.

Übrigens in keinem der Läden kam ich mit Englisch weiter, also habe ich folgende Vokabeln gelernt:

gomitolo: Knäuel
cotone: Baumwolle
lana: Wolle
lavorare a maglia: stricken
ferri da calza: Stricknadeln
 

Read Full Post »